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Presse
24.06.2011, 06:50 Uhr | Schlei Bote, yv Übersicht | Drucken
Bücherei: Stadtvertreter stimmen für Übernahme des Kreiszuschusses

Büchereiverein hebt Haushaltssperre auf / Kein B-Plan für geplanten Wohnmobilstellplatz 


Jetzt ist es durch. Die Stadtvertretung beschloss am Mittwochabend einstimmig, den wegfallenden Zuschuss des Kreises für die Stadtbücherei zu übernehmen. Bei der kurzen Aussprache zu dem Tagesordnungspunkt verkündete Bürgervorsteher Jürgen Seemann (CDU), dass der Leiter des Büchereivereins, Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, - entgegen vorheriger Äußerungen - bereits nach dem Beschluss des Hauptausschusses die Haushaltssperre für die Stadtbücherei zurückgenommen hat. "Das ist doch jetzt sicherlich ein ganz anderes Arbeiten als zuvor ?", wollte Seemann von Büchereileiterin Sabine Haase-Henkel wissen. Und die bestätigte prompt: "Es arbeitet sich jetzt sehr viel angenehmer und schöner." Nach der Abstimmung mahnt Dr. Werner Pauls (SSW) die, wie er sagte, "sehr ungleiche Behandlung" der dänischen und deutschen Bücherei an. "Auf das einzelne Medium umgerechnet, beträgt der Zuschuss für die dänische Bücherei 28 Cent, aber für die deutsche einige Euro." Die Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Schulen, Dagmar Ungethüm-Ancker (CDU), will dies demnächst in ihrem Gremium beraten.

Bei der geplanten Einrichtung von Wohnmobilstellplätzen und eines Bootslagers nördlich der ehemaligen Ziegelei Ancker meldete sich Bauausschussvorsitzender Josef Janowski (CDU) zu Wort: "Der Ausschuss hat bei dem Vorhaben zunächst auf einen B-Plan bestanden. Nach einer redaktionellen Änderung im F-Plan halten wir dies nicht mehr für nötig." Zunächst hatte es in der Vorlage für den Teilbereich, der für die Bootslagerung vorgesehen ist, geheißen, dass die Errichtung von Bootsschuppen dort verboten ist. Laut Janowski schloss diese Formulierung nicht den Bau anderer Gebäude aus. Daraufhin schlug Camilla Grätsch vom zuständigen Planungsbüro Plewa die Formulierung vor, "dass der Bau von Hallen und andere Gebäuden auf dem Gebiet nicht zulässig ist". Grätsch: "Es darf dort also nur offene Stellplätze für Boote geben." Die Versammlung beriet und beschloss die F-Plan-Änderung in Abwesenheit von Dagmar Ungethüm-Ancker ohne Gegenstimme.

Einstimmig fiel auch das Votum für den B-Plan und die

F-Planänderung für die Lotseninsel aus. Hier will die Eigentümerin der Inseln, die in Hamburg ansässige Umweltstiftung "Lighthouse Foundation", Schlei münde als Ort für Freizeit, Natur, Kultur und Umweltbildung ausbauen. Die bisherigen Angebote werden dabei räumlich getrennt. Hierzu ist auch der Ausbau des Lotsenhauses und mittelfristig auch der Neubau der Gastronomie vorgesehen.

Unstrittig war für die Stadtvertreter auch das Anliegen der Tischlerei Mau. Das Unternehmen beansprucht weitere Lagerungs- und Fertigungsflächen und will sich nach Westen auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche ausdehnen. Der Betrieb hat bereits jetzt angemietete Lagerhallen an anderen Standorten in der Stadt, deren Mietverträge jedoch in diesem Jahr auslaufen. Die Tischlerei plant, auf dem Gelände eine Produktionshalle, eine Lagerhalle und Betriebsleiterhaus zu errichten. Stadtvertreter Matthias Mau (CDU) hatte für die Beratung und Beschlussfassung der F-Plan-Änderung wie auch des B-Plans den Versammlungssaal verlassen. 

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